MITARBEITEN & MITGESTALTEN
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WAS UNS BEWEGT - WAS WIR BEWEGEN
ERFOLGSGESCHICHTEN UNSERER MITARBEITERINNEN

Unter dem Motto "SO BUNT IST DIE VOLKSHILFE" stellen wir wöchentlich eine MitarbeiterIn aus einer unserer Tätigkeitsbereiche vor: Kids (Kinderbetreuung, Schulassistenz, schulische Nachmittagsbetreuung, Breakfast Club, Besuchsbegleitung), sozialökonomische Betriebe (Werkbank, Frau Holle, Libelle), Berufsqualifizierung von Jugendlichen (BETA) sowie mobile Betreuung und Pflege. Sie berichten über ihre vielseitigen Wirkungsbereiche und teilen mit uns ihre ganz persönlichen Erfolgserlebnisse.

 

WIR DÜRFEN VORSTELLEN:

Oliver Rodlmayr: Diese Woche steht Oliver Rodlmayr - Leiter des Berufsqualifizierungsprojekts Volkshilfe BETA - im Rampenlicht. „Es geht bei uns darum, Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren beim Übergang zwischen Schule und Beruf zu begleiten." WIE SIEHT SEIN ARBEITSTAG AUS? Oliver lacht kurz und berichtet anschließend: „Es ist sehr abwechslungsreich. Ich habe einen sehr vielfältigen Aufgabenbereich. Ein Teil ist Administrationsarbeit. Es kann sein, dass ich in der Früh zuerst kurz die Emails bearbeite und anschließend gleich mit den Jugendlichen auf einen Außeneinsatz fahre, weil beispielsweise die KollegInnen in der Grünflächenpflege Unterstützung brauchen.“ Oliver schätzt die genau diese Verbindung: Zum einen die Büroarbeit sowie die Führungsaufgaben und zum anderen die direkte Zusammenarbeit mit den Jugendlichen. Die Angebote für die Projekt-TeilnehmerInnen sind sehr breit gefächert. „Jugendliche in der Phase der Berufsvorbereitung wissen oft noch nicht so genau in welche berufliche Schiene sie später einsteigen wollen. Daher ist es wichtig, dass wir verschiedene Angebote haben und sie unterschiedliche Bereiche und Praktika kennenlernen können. Tolle Erlebnisse sind für mich, wenn bei Projekt-TeilnehmerInnen Entwicklungen stattfinden, die man nicht vorhersehen konnte und so überraschende Erfolgsgeschichten entstehen. Ein großes Qualitätsmerkmal des Projekts ist, dass wir individuell auf die Jugendlichen eingehen können. Es ist toll zu sehen, wie viel man bewirken und unterstützen kann.“

Büsra Güclü ist seit Oktober in unserer Kinderbetreuungseinrichtung in Hall tätig und wir freuen uns sehr, dass sie unser Team mit ihrer fröhlichen und freundlichen Art bereichert. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung ist sie nun in ihrem Traumjob eingestiegen. „Ich wollte schon immer mit Kindern arbeiten“, erzählt sie strahlend über das ganze Gesicht. Wie sieht ihr Arbeitstag aus? Die Tage bei uns sind sehr bunt, erzählt sie uns. „Wir spielen mit den Kindern, gehen mit ihnen an die frische Luft – in den Garten, wenn das Wetter schön ist. Wenn das Wetter mal nicht mitspielt, bleiben wir den Räumlichkeiten und sind entweder im Turnsaal oder basteln mit ihnen. Das gemeinsame Mittagessen ist immer ein Highlight. Zwischendrin wird „eine Runde gewickelt“ und manche Kinder gehen nach dem Essen kurz schlafen." Büsra hat bereits mit 9 Jahren Gitarren Unterricht genommen. Ihre Erfahrung kann sie nun zum Einsatz bringen. „Ich spiele immer wieder etwas auf der Gitarre. Meine Stimme ist nicht so gut, aber das ist egal, einfach laut singen und den Kindern gefällt`s“, grinst sie. Es gibt auch ergreifende Momente. Eines der Kinder hat mal zu ihr gesagt, dass sie ein riesengroßes Herz hat. „Da hatte ich wirklich Tränen in den Augen. Das hat mich so berührt, ich hatte richtig Gänsehaut.“ Erfolgserlebnisse sind für sie, wenn sie die zahlreichen Entwicklungsschritte der Kinder begleiten darf. „Kinder sind unsere Zukunft. Deshalb müssen wir bei ihren Entwicklungsschritten genau aufpassen.“

Maria Tschernitz ist in unserem Frauenprojekt LIBELLE in der Sozialberatung tätig und erzählt uns von ihren Herausforderungen, ihrem Arbeitsalltag sowie ihren Erfolgserlebnissen. Ihre Aufgabe ist es, die Projekt-Teilnehmerinnen auf ihrem Weg in den ersten Arbeitsmarkt zu unterstützen. „Es ist eine wahnsinnig vielfältige Arbeit. Die Abwechslung, vor allem das Zwischenmenschliche und die Geschichten, die mir die Menschen erzählen, das gefällt mir“, erzählt sie lächelnd. „Die Begegnung mit den Frauen auf Augenhöhe“ ist ihr besonders wichtig. Neben der individuellen Einzelberatung ist Maria auch für die wöchentlichen Workshops zuständig. Gemeinsam erarbeiten sie unterschiedliche Themen. Inhaltlich ist vieles dabei, vom Training fürs erfolgreiche Vorstellungsgespräch bis hin zur Selbstverteidigung. „Wir haben auch schon gemeinsam gekocht, als interkulturelle Verständigung“, so Maria. Es gibt viele tolle Erlebnisse in diesem Beruf, berichtet sie. „Schön ist, wenn sich etwas verändert, - sich etwas zum Positiven bewegt. Es ist natürlich ein großer Erfolg, wenn jemand mit einem fixen Job das Projekt verlässt. Vor allem mit einem Job, welcher der Teilnehmerin tatsächlich gefällt. Der Verkauf ist für einige ein großer Traum und wenn wir es gemeinsam schaffen, in diesem Bereich etwas zu finden, dann freut mich das sehr.“

Katja Auer: Heute starten wir mit der Vorstellung unseres Kinderbetreuungsbereichs in die neue Woche und lassen KATJA AUER von ihren unterschiedlichen Erlebnissen berichten. Die leidenschaftliche Heimwerkerin und Bastlerin ist seit rund drei Jahren in unserer Kinderkrippe, sowie im Nachmittagskindergarten in Oberndorf als Assistentin tätig. Wie sieht ihr Tag mit den Kids aus? „Je nach Wetter“, sagt sie „geht’s mit den Kindern entweder auf Entdeckungsreise raus in die Natur“ oder wir verbringen einen spannenden Tag im Haus: Dann ist Lesen, Basteln oder Spielen angesagt. Kreativität ist Katjas Steckenpferd und das kann sie auch ausleben: Sie bringt jede Menge Ideen ein und den Kids gefällt’s. „Mit den Kindern wird es nie langweilig und wir haben es immer lustig. Und unser tolles Team genieße ich auch sehr“, schwärmt sie. Katja schwelgt in Erinnerungen, wenn sie von ihrem ersten „Schützling“ erzählt: „Ich habe das Kind mit 8 Monaten kennengelernt und wie es dann begonnen hat zu gehen, das war schön und toll. Die vielen Fortschritte der Kinder begleiten zu dürfen ist etwas ganz Besonderes“, so Katja. Power ist ihr tägliches Schlagwort.

Stefan Möllinger ist seit 4 Jahren Heimhelfer bei unseren mobilen Pflege- und Betreuungsdiensten in Innsbruck im Einsatz: „Mein Job ist es, Menschen zu Hause zu unterstützen. Ob das Haushaltstätigkeiten sind, für sie Einkäufe zu erledigen, oder einfach nur mit ihnen zu reden. Manchen Menschen ist schon geholfen, wenn man ihnen einfach nur mal zuhört.“ Wie sieht sein Arbeitsalltag aus? „Der Tag ist immer unterschiedlich und das ist das tolle. Es ist sehr abwechslungsreich“, so Stefan und das „macht die Arbeit auch besonders. Man weiß nie, wenn man an der Türklingel läutet, was einen erwartet“, grinst er: „Es kommt darauf an, was die Menschen gerade brauchen. Und das versuche ich ihnen dann zu geben.“ Auf die Frage, ob er von einem spannenden Erlebnis berichten kann, bricht er in lautem Gelächter aus: „An haufen“ kommt im Dialekt aus ihm herausgesprudelt. „Ich begleite beispielsweise einen Mann und wir zwei fahren manchmal gemeinsam in die Stadt…und was wir zwei da schon alles aufgeführt haben“, unterbricht er kurz lachend: „Also im Winter waren wir beim Christkindlmarkt und hatten eine sehr nette Zeit. Wir sind zwei Kindsköpfe, die in der Stadt unterwegs sind.“ Erfolgserlebnisse hat er sehr viele und diese sind ganz unterschiedlich. „Wenn die Wohnung nach meiner Arbeit sauber aussieht und sich die Klientin darüber freut, dann ist das ein tolles Erlebnis. Dass sich die Menschen in ihrer Haut wohlfühlen und auch in ihrer ganzen Umgebung.“

Gabi Gutmann: Unsere Kollegin Gabi ist seit mehr als drei Jahren Mitarbeiterin im Frauenprojekt Wäscherei Libelle in Innsbruck. Als Arbeitsfachtrainerin ist sie für die Koordination des Wäschereibetriebes sowie für die fachliche Anleitung der Projekt-Teilnehmerinnen zuständig. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen unterstützt und begleitet sie langzeitarbeitssuchende Frauen auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. „Die Arbeit mit Menschen gefällt mir sehr“, erzählt sie uns: „Es ist etwas Besonderes, Frauen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen länger keinen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt hatten, zu unterstützen. Ihnen zu helfen, sowie zu Seite zu stehen, damit sie wieder Fuß fassen. Ihnen das Gefühl zu geben, dass sie gebraucht werden.“ Gabi berichtet lächelnd von vielen Erfolgen in ihrer täglichen Arbeit. Der schönste Erfolg für sie ist, „wenn wir jemanden vermittelt haben; sprich eine Projektmitarbeiterin einen Job gefunden hat. Schön ist auch, wenn eine Teilnehmerin mit einem weinenden Auge das Projekt verlässt, weil ihr die Arbeit Freude bereitet und sie viel gelernt hat." Ab Juli übernimmt sie die Projektleitung: Wir gratulieren ganz herzlich & wünschen ihr für die neuen Aufgaben und Herausforderungen viel Erfolg!

Ismeta Piskor: „Wir lachen sehr viel miteinander“, erzählt uns Ismeta über das ganze Gesicht strahlend, wenn sie über ihren Beruf berichtet. Sie ist Pflegeassistentin bei den Mobilen Diensten der Volkshilfe in Innsbruck: „Ich unterstütze Menschen im Alltag und bei der Körperpflege. Ich bin eine helfende Hand und gebe ihnen Sicherheit.“ Dabei erlebt sie oft Geschichten aus erster Hand, so Ismeta. Sie ist überzeugt, dass es bei der Pflege wichtig ist, mit den Menschen zu reden und ihnen zuzuhören: „Und die Menschen haben sehr viel zu erzählen. Sie erzählen gerne von früher. Ich habe immer ein offenes Ohr für sie.“ Auf die Frage, was ihr an ihrem Beruf besonders gefällt, antwortet sie blitzartig: „Es ist sehr abwechslungsreich. Jeder Tag ist ein neuer Tag. Es gibt viele schöne Momente und Erlebnisse mit den Menschen. Das Strahlen in den Augen, wenn es jemanden wieder besser geht, ist einfach wunderschön. Das motiviert mich immer wieder.“

Milan Turajlic ist Fachtrainer im SÖB Volkshilfe Werkbank in Wörgl. Er ist für die fachliche Anleitung der Projekt-TeilnehmerInnen im Dienstleistungsbereich Möbeltransporte sowie für die Organisation und Abwicklung dieses Bereichs verantwortlich. „Ich bin zuständig für die Abholung und Lieferung, und alles was damit verbunden ist. Für alle Räumungen und Übersiedlungen, die wir durchführen. Wir machen das in den Bezirken Kufstein, Kitzbühel und Schwaz“, berichtet er mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Als Frühaufsteher ist er einer der ersten im Projekt und startet mit der Letztkontrolle des Tagesablaufs, teilt seine Teams ein und schickt die Gruppen los. Bei Räumungen und Übersiedlungen ist er immer dabei, um Hilfestellung geben zu können, falls notwendig. „Das Team ist wichtig“, erklärt er mit großen offenen Augen und fügt hinzu: „Ich bin stolz auf mein Team.“ Auf die Frage, was ist für ihn ein Erfolg ist, sprudelt es nur so aus ihm heraus: „Erfolg ist, wenn die Kunden zufrieden sind; wenn die TeilnehmerInnen gerne zu uns kommen und gerne arbeiten; wenn wir jemanden noch weiter bei der Qualifizierung behilflich sein können.“

Claudia Schrott ist Heimhelferin aus Leidenschaft und bereits seit rund 7 Jahren bei der Volkshilfe. Ihre Aufgabe ist es, Menschen zu unterstützen – im Haushalt bis zur Körperpflege, damit sie so lange wie möglich zu Hause in den eigenen vier Wänden bleiben können. Wie sieht ihr Tag bei Menschen zu Hause aus? Zuerst wird ausgiebig begrüßt und gefragt wie es geht. „Wie geht’s dir? Das ist nie eine platte Frage“, berichte sie & erzählt weiter: „Es ist mir immer ganz wichtig mit ihnen zu sprechen und zu fragen, was sie gerade brauchen. Gerade beim Hauswirtschaftsdienst ist das Fragen und Zuhören wichtig." Anschließend werden die Wünsche sowie die jeweiligen Bedürfnisse besprochen und los geht’s: „Ich gehe Einkaufen, putze die Fenster, manchmal auch Holz aus dem Keller holen…ich habe sogar schon mal ein Kastl zusammengeschraubt“, lacht sie. „Das spannende ist, der Job hat extrem viele Facetten und ich habe immer schon gerne mit Menschen gearbeitet. „Erfolgshelfer“ – dieses Wort beschreibt meine Arbeit wirklich. Ich bin für Menschen da."

Valentin Klingler:  Seit September ist Valentin Klingler als Zivildiener in unserer Kinderbetreuungseinrichtung in Oberndorf im Einsatz. Er unterstützt seine KollegInnen in der Kinderkrippe, im Nachmittagskindergarten sowie im Schülerhort. “Ich bin im Einsatz, wo man mich braucht“, berichtet er lachend…von Hilfestellung bei Hausaufgaben bei den älteren Kids, bei der Essenausgabe oder einfach nur mit den kleineren Kindern spielen. Ihm gefällt, dass „kein Tag wie der andere ist. Mit den Kids ist es einfach abwechslungsreich“. Besonders schön ist auch, erzählt er stolz „zu den vielen Lernerfolgen etwas beigetragen zu haben.“ Mit Ende Mai beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt, denn die Zeit als Zivildiener ist dann auch schon wieder vorbei. Wir wünschen Valentin alles Gute für seine weitere Zukunft und bedanken uns für sein tatkräftiges Engagement!

Verena Franz : „Ich bin mitten drin, statt nur dabei“, so beschreibt Verena Franz mit einem Lächeln auf dem Gesicht ihren Beruf als Schulassistentin in einer Volksschulklasse. Sie begleitet Kinder mit Beeinträchtigungen in ihrem Schulalltag, unterstützt die Klassenlehrerin und ist im Unterricht sozusagen „live dabei.“ Ihr geht sprichwörtlich das Herz auf, wenn sich die Kinder am Ende des Schultages strahlend von ihr verabschieden und sich bereits auf den nächsten Tag freuen. Schon als Kind war für sie klar, ein Beruf im sozialen Bereich muss es sein. „Jeder Mensch hat die Berechtigung, dass er es schaffen kann, und die meisten können es schaffen, wenn sie Hilfe bekommen“, ist sie überzeugt. Ein sehr lustiges Erlebnis hatte sie bereits zu Schulbeginn. Die zwei einzigen Mädchen der Klasse stellten gleich in der ersten Schulwoche mit großer Freude fest, dass sie nun mit ihr noch ein weiteres Mädchen in der Klasse und somit Verstärkung haben.

Eva Steinlechner ist Leiterin in unserem sozialökonomischen Frauenprojekt Wäscherei Libelle in Innsbruck. Sie ist für die Gesamtorganisation – sprich für alles - zuständig. Als „vielseitig & abwechslungsreich“ beschreibt sie freudestrahlend ihre Aufgaben, vor allem bereitet ihr die Arbeit mit Menschen jeden Tag Spaß. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen unterstützt & begleitet sie langzeitarbeitssuchende Frauen auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Es gibt in ihrer täglichen Arbeit zahlreiche kleine Erfolgserlebnisse, wenn beispielsweise „Projektteilnehmerinnen sehr gerne zu uns kommen und wenn sie sich am Ende des Arbeitstages bereits auf den nächsten Tag freuen.“ Ein großes Erfolgserlebnis ist natürlich, „wenn eine Teilnehmerin einen Job gefunden hat.“ Mit einem Glänzen in den Augen erzählt sie von einer ganz besonderen Begegnung: Unverhofft traf sie vor kurzem eine ehemalige Teilnehmerin, die immer noch in ihrem Traumberuf arbeitet und dort der „glücklichste Mensch auf Erden“ ist.